Workshop „Wachstumszwang?“

Wirtschaftliche Sachzwänge zwischen Rhetorik und Realität

Am Wochenende des 4. und 5. Februar 2017 kamen rund 35 Personen zum Workshop in die Universität Witten/Herdecke.

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Wachstum: Wille oder Zwang?

Ist das Festhalten an Wirtschaftswachstum trotz seines Konflikts mit Fragen der Nachhaltigkeit eine Frage des politischen Willens oder unvermeidbar, um ökonomische Stabilität zu gewährleisten? Die Existenz eines Wachstumszwangs hätte weitreichende Folgen für viele Nachhaltigkeitskonzepte. Allerdings ist bis heute umstritten, welche Kriterien ein Mechanismus erfüllen muss, damit er als gesellschaftlicher Zwang bezeichnet werden kann. Zudem bestehen eine Vielzahl von Theorien, worin ein Wachstumszwang zu suchen sei: im Profitstreben, im Geld- und Finanzsystem, in der Eigentumsordnung, im Wettbewerb oder in den Sozialsystemen.

Der Workshop

Das Arbeitstreffen am 4. und 5. Februar 2017 in Witten hatte das Ziel, eine klare Definition eines Wachstumszwangs herauszuarbeiten und die vielfältigen Theorien auf ihre Stichhaltigkeit zu prüfen. Hierfür wurden von den Organisatoren bereits einige Vorarbeiten geleistet, die gemeinsam mit den Beiträgen der rund 35 WorkshopteilnehmerInnen bearbeitet wurden. Hierfür haben alle Teilnehmer kurze Antworten auf folgende Fragen verfasst, um im Vorfeld eine Diskussionsgrundlage zu schaffen:

  1. Wie könnte man den Begriff „sozialer Zwang“ oder „wirtschaftlicher Sachzwang“ definieren?
  2. Wie könnte man den Begriff „Wachstumszwang“ definieren?
  3. Welche Mechanismen sind Kandidaten für einen Wachstumszwang?

Das Programm bestand aus einer Zusammenfassung der gesammelten Definitionen, vier einleitenden Vorträgen sowie fünf Beiträgen, die Wachstumszwänge jeweils aus einer eigenen Perspektive beleuchteten. Weitere Informationen, Präsentationen, Transkripte und Literaturhinweise finden Sie im Programm.

Die Publikation eines oder mehrerer Diskussionspapiere, eines gemeinsamen Artikels oder eines Sammelbands ist angedacht.

Organisatoren

Die Veranstaltung wurde organisiert von Oliver Richters und Tobias Vogel als Kooperation der VÖÖ-Arbeitsgruppe Wachstumszwang mit der Wissenschaftlichen Arbeitsgruppe Nachhaltiges Geld und dem Lehrstuhl für praktische Philosophie von Matthias Kettner an der gastgebenden Universität Witten/Herdecke.

Literaturhinweise