Einladung zum VÖÖ Palaver: Revolution oder Evolution

Einladung

Die Vereinigung für Ökologische Ökonomie lädt ein zum VÖÖ-Palaver mit dem Thema 

Revolution oder Evolution – 
Transformationspotentiale für eine Ökologische Ökonomie

Das Palaver bietet allen Teilnehmer*innen die Möglichkeit, auf Grundlage exzellenter fachlicher Impulse in offenen Runden miteinander zu diskutieren, Fragen und Anregungen auszutauschen oder auch einfach spannenden Diskussionen zu lauschen und dabei Neues zu entdecken.

Wann?           25.03.2021 | 18:00 Uhr

Wo?               Digital über die Plattform „Zoom“ 

Wir bitten um Anmeldung für die Veranstaltung unter:
https://zoom.us/meeting/register/tJMqdOGhrjMrG9zWlnJXIP_QvKrAkMqKNcU1 

Referenten

Mag. Christian Felber ist international gefragter Referent zu Wirtschafts-, Gesellschafts- und Politikalternativen, vielfacher Buchautor und freier Tänzer. Der 1972 geborene Salzburger studierte Spanisch, Psychologie, Soziologie und Politikwissenschaft in Madrid und Wien, wo er heute lebt. Er publiziert regelmäßig Kommentare in deutschsprachigen und internationalen Medien. Von 2008 bis 2017 Lektor an der Wirtschaftsuniversität Wien, seit 2019 ist er Affiliate Scholar am IASS Potsdam. Er initiierte den Aufbau der „Gemeinwohl-Ökonomie“ und der „Genossenschaft für Gemeinwohl“.

Erik Sparn-Wolf studierte Soziologie, Politikwissenschaft und Volkswirtschaftslehre in Darmstadt und promoviert als Stipendiat des Landes Sachsen-Anhalt an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg zur interdependenten Struktur und Dynamik wirtschaftlicher und technologischer Transformationsprozesse. Er befasst sich zentral mit der Bedeutung sozioökonomischer Akteurskonstellationen in der Praxis wirtschaftlicher Zusammenhänge. Seit 2018 ist er Vorsitzender der Vereinigung für Ökologische Ökonomie.

Hintergrund

Mit der Epoche des Anthropozän hat der Einfluss der Menschheit auf ihre planetare Umwelt ein Ausmaß erreicht, das die Zukunftsfähigkeit der menschlichen Zivilisation insgesamt gefährdet. Vor diesem Hintergrund gewinnen Strategien zur Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft im Sinne einer ÖkologischenÖkonomie immer mehr an politischer Dringlichkeit. Parallel stellt sich für die Wirtschafts- und Sozialwissenschaften die Frage der konzeptionellen Perspektive, um einen solchen Wandel inhaltlich auszugestalten und umzusetzen. Mit dem Konzept einer Regenerativen Ökonomie, demgemäß wirtschaftliches Handeln streng an der Maßgabe des Erhalts und Wiederaufbaus jener natürlichen Lebensgrundlagen auszurichten ist, postulierte das erste VÖÖ-Palaver im November 2020 eine mögliche zukunftsweisende Zielrichtung solcher Transformationsprozesse. Damit schließt sich gleichwohl die unmittelbare Aufgabe an, zu erörtern wie ein solcher Wandel in den verschiedenen Sektoren der Ökonomie gelingen kann und welche Transformationsstrategien hierfür zielführend sein könnten. Das zweite Palaver soll entsprechend auf jener konzeptionellen Basis vor allem um die Frage kreisen, welche grundsätzliche Ausrichtung Maßnahmen und Strategien das Potential ermöglicht, einen solchen Wandel zu initiieren und forcieren. Braucht es für die Transformation eine grundlegende Umgestaltung im Sinne einer quasi revolutionären Neufassung wirtschaftlichen Handelns oder kann der Wandel auch vermittels punktueller Reformen und Anpassungen der bestehenden Grundlagen gelingen?Als Impulsgeber an diesem Abend wird Christian Felber – Ökonom, Autor und bekanntester Vertreter des Konzepts der Gemeinwohlökonomie im deutschsprachigen Raum – die elementare Bedeutung neuer Konzepte und Grundlagen für Ökonomie und Ökonomik herausarbeiten und deren Potentiale sowie typische Herausforderungen umreißen. Der Wirtschaftssoziologe Erik Sparn-Wolf wird anhand aktueller und historischer Transformationsprozesse darstellen, wie der Wandel von Wirtschaftsstrukturen aus interdependenten sozioökonomischen Dynamiken entsteht, durch die sich Politik, Gesellschaft, Technologie und Wissenschaft gemeinsam und gegenseitig weiterentwickeln

Organisatorisches

Das Palaver findet unter den gegebenen Umständen der Pandemie vollständig digital statt. Es bietet mit Expertendebatte, Gruppengesprächen und Plenumsdiskussion gleichwohl vielfältige Möglichkeiten bequem von überall aus teilzunehmen, sich einzubringen oder auch einfach zuzuhören und spannende Einsichten in dieses vielfältige Thema zu gewinnen. Um teilzunehmen nutzen Sie bitte das offizielle Anmeldeformular:

https://zoom.us/meeting/register/tJMqdOGhrjMrG9zWlnJXIP_QvKrAkMqKNcU1

Nach der Registrierung erhalten Sie eine Bestätigungs-E-Mail mit weiteren Informationen über die Teilnahme am Meeting.

Bitte beachten Sie:

  • Die Einwahl in die Veranstaltung funktioniert erst ab dem angesetzten Termin, also ab 18:00 Uhr am 25.03.2021
  • Um einen möglichst reibungslosen Ablauf zu ermöglichen möchten wir Sie bitten, vorab Ihre technischen Geräte zur Teilnahme (Audio und Video) zu prüfen
  • Selbstverständlich ist die aktive Teilnahme keine Voraussetzung und Sie können das Palaver sehr gerne auch einfach als Zuschauer*in verfolgen. Wir freuen uns aber, wenn wir Sie im Rahmen der Veranstaltung ermutigen können sich einzubringen.

Programm der Vortragsreihe in Oldenburg

Bereits seit 2014 ist die VÖÖ Mitveranstalter der Ringvorlesung zur Postwachstumsökonomie in Oldenburg. Nun steht das Programm für das nächste Semester fest. Die Veranstaltungen finden immer Mittwochs um 18:15 Uhr im Festsaal der Waldorfschule Osternburg statt.

25. April 2018: „Obst-Allmenden – Mundraub als Element einer Postwachstumsökonomie“, Kai Gildhorn, mundraub.org, Berlin

9. Mai 2018: „Machtwirtschaft – nein danke! Chancen für eine Wirtschaft ohne Wachstum?“, Dr. Gerhard Schick, MdB Bündnis 90/Die Grünen, Berlin

23. Mai 2018: „Regionalökonomie und Resilienz“, Prof. Dr. Ulf Hahne, Universität Kassel

6. Juni 2018: „Kapitalistische Wachstumszwänge mit Marktwirtschaft überwinden – Zu den Möglichkeiten und Grenzen einer sozialen Utopie“, Andreas Siemoneit, Förderverein Wachstumswende und Institut für Zukunftsfähige Ökonomien (ZOE)

20. Juni 2018: „Der neue Bericht an den Club of Rome: Die volle Welt braucht eine neue Aufklärung“, Ernst Ulrich von Weizsäcker, Ko-Präsident des Club of Rome

4. Juli 2018: 10 Jahre Postwachstumsökonomie-Debatten in Oldenburg.

Weitere Informationen auf www.postwachstumsoekonomie.de

Rückblick auf Tagung „Wirtschaftswissenschaften und sozial-ökologische Transformation“

Wie kaum eine Disziplin stehen die Wirtschaftswissenschaften in der Kritik. Lösungen für Klimawandel, Finanzkrisen und Strukturwandel, die in der realen Welt wirksam sind? Eine neue universitäre Lehre nach der Finanzkrise? Bislang weitgehend Fehlanzeige. Um dies zu ändern, trafen sich Ökonomen verschiedener Strömungen, Sozial- und Nachhaltigkeitswissenschaftler sowie Experten aus Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Politik am 6. November in Berlin zu einer Tagung.

Die rund 200 Teilnehmenden debattierten, wie die Wirtschaftswissenschaften deutlich stärker als bisher zu einem nachhaltigen Wandel der Gesellschaft beitragen können. Dabei ging es um Themen wie die Mobilitätswende, eine soziale und umweltgerechte Gestaltung der Digitalisierung oder alternative Modelle des Wirtschaftens wie die Gemeinwohlökonomie. Deutlich wurde, dass es eine große Vielfalt an theoretischen und methodischen Ansätzen in den verschiedenen Strömungen der Wirtschaftswissenschaften gibt und dass diese dazu beitragen können, sozial-ökologische Probleme besser zu verstehen und Lösungen zu entwickeln.

Organisiert wurde die Veranstaltung vom Institut für ökologische Wirtschaftsforschung, der Cusanus Hochschule, dem Netzwerk Plurale Ökonomik und dem Wuppertal Institut für Umwelt, Klima, Energie. Zusammen mit den acht weiteren Partnern verstehen wir uns als Bündnis, in dem eine transformative Forschung vorgedacht, praktiziert und in Empfehlungen und Modellprojekten angewandt wird. Die VÖÖ wird sich weiterhin in diesen Prozess einbringen. Neben unserem Engagement in der wissenschaftlichen Nachwuchsförderung durch Förderpreise, der Schaffung von Schnittstellen zur Praxis in Sommerakademien und Klausuren unterstützen wir öffentliche Diskurse und Fachworkshops und suchen im Austausch mit verschiedenen Akteuren Schritte in Richtung einer Transformation.

Programm der Vortragsreihe in Oldenburg

Bereits seit 2014 ist die VÖÖ Mitveranstalter der Ringvorlesung zur Postwachstumsökonomie in Oldenburg. Nun steht das Programm für das nächste Semester fest:

Wir laden herzlich dazu ein, die Abendveranstaltungen in Oldenburg zu besuchen.