Nutzen, was da ist – Erfahrungsräume für ökologisches Wirtschaften als Beitrag zur Transformation

VÖÖ Discussion Papers, ISSN 2366-7753, No. 2, September 2016.

Authors/Autoren: Corinna Vossea, Dieter Haselbachb
a Akademie für Suffizienz. b Zentrum für Kulturforschung

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Zusammenfassung: Obwohl Wissen über das Ausmaß der Gefährdung menschlicher Existenz durch die Überlastung von Ökosystemen zugänglich vorliegt, findet ein Wandel in Richtung einer nachhaltigeren Gesellschaftsorganisation nicht statt. Zwar entstehen in der Nische weniger ressourcenaufwendige Konsum-Praktiken, auch gibt es technische Lösungen mit weniger materiellem Verbrauch. Dies bewirkt aber keine Richtungsänderung.

Wie kann es zur notwendigen Richtungsänderung kommen? Gesellschaftlicher Wandel kann sich nicht vollziehen ohne eine innere Bereitschaft von Mitgliedern dieser Gesellschaft zur Veränderung. Erst diese verleiht Individuen die Kraft und Ausdauer, um mit Herausforderungen auf dem Weg zurechtzukommen. Auch politisch ist Wandel ohne solche Bereitschaft nicht gestaltbar, ohne sie würde ein hohes Maß an Kontrolle und ein System zur Sanktionierung von Verweigerung erforderlich. Was also kann Menschen zu solcher Bereitschaft bringen?

Wir argumentieren, dass eine nachhaltige Gesellschaftsentwicklung bei der Veränderung ökonomischer Institutionen und Praktiken ansetzen muss. Dann stellen wir einen theoriegeleitete Ansatz vor, um einen solchen Wandlungsprozess zu unterstützen. Voraussetzungen und Grenzen des beschriebenen Ansatzes werden beschrieben und Vorschläge für die systematische Weiterentwicklung formuliert.

Schlagworte: ökologisches Wirtschaften, gesellschaftliche Transformation, Suffizienz, Wandel ökonomischer Institutionen und Praktiken