Dokumentation

 

Film-Vorpremiere „Voices of Transition“ von Nils Aguilar

 

Krönender Abschluss des Tages war die Vorpremiere des Dokumentarfilms „Voices of Transition“ von Nils Aguilar im Beisein des Regisseurs.

In Anbetracht von Klimakrise, zunehmender Bodendegration und Peak Oil stellt „Voices of the Transition“ Protagonisten vor, die Alternativen zur industriellen Landwirtschaft bieten. Diese teilen sich auf drei Gruppen auf: Landwirte in Frankreich, die Agroforstwirtschaft betreiben, urbane Gärtner in Kuba, wo sich auch große Städte wie Havanna zum Großteil selbst mit Lebensmitteln versorgen können, und die globale Bewegung der „Transition Towns“, also „Städten im Wandel“. Dabei handelt es sich um lokale Initiativen, die durch verschiedene kleinskalige Maßnahmen versuchen ihre Stadt und Umgebung unabhängiger von fossilen Energieträgern zu gestalten. Die Kernbotschaft lautet mehr „Resilienz“, also mehr Widerstandsfähigkeit gegenüber sozialökologisch wie ökonomisch schädlichen externen Einflüsse aufzubauen, indem viele kleine gemeinschaftliche Projekte erreichbare Verbesserungen anstreben und damit letztlich kumulativ zu größeren nachhaltigen Veränderungen beitragen können.

Diese praktische und lokale Herangehensweise an globale Probleme wie den Klimawandel oder Peak Oil entspricht den theoretischen Perspektiven einer Postwachstumsökonomie und Postwachstumsgesellschaften, welche von der VÖÖ und dem Netzwerk Wachstumwende erforscht werden.

Im Gegensatz zu vielen anderen Dokumentarfilmen, welche ebenfalls die ökologischen und sozialen Auswirkungen einer auf grenzenlosen Wachstum basierenden Wirtschaftsweise darstellen, lässt „Voices of the Transition“ den Zuschauer jedoch nicht mutlos und betäubt zurück. Er schafft es vielmehr nicht auf der Ebene der Zustandsbeschreibung zu verharren, sondern über positive Beispiele aufzuzeigen, dass kultureller Wandel und zukunftsfähiges Wirtschaften möglich sind und erzeugt Begeisterung selbst aktiv zu werden.

Der Impuls, gemeinsam neue Wege zu gehen ist grundlegend in der VÖÖ verhaftet. So war es das Credo der VÖÖ-Ehrenvorsitzenden Christiane Busch-Lüty, dass „der Weg beim Gehen entsteht“. Über das Modell einer gemeinschaftlich finanzierten Produktion geht auch „Voices of the Transition“ einen anspruchsvollen Weg, der von der VÖÖ als idelle und finanzielle Förderer unterstützt wird.

>> Trailer Voices of the Transition