Vor genau 40 Jahren löste der erste Bericht an den Club of Rome „Die Grenzen des Wachstums“ eine lebhafte Diskussion aus. Ist permanent steigender materieller Wohlstand mit einem hinreichenden Schutz der ökologischen Lebensgrundlagen vereinbar? Seither scheiden sich an der Beantwortung dieser Frage die Geister. Nach einer längeren Phase, die von der Hoffnung beseelt war, eine ökologische Entkopplung unseres auf Wachstum beruhenden Konsummodells hänge nur von den „richtigen“ Innovationen ab, wird das Scheitern eines derartigen „grünen Wachstums“ immer offenkundiger. Mit ihrem Leitbild „Wirtschaft ohne Wachstum“ stellt sich die VÖÖ den Herausforderungen, die sich daraus ergeben. Diese liegen nicht nur in einer Aufarbeitung aller Aspekte, die im Spannungsfeld zwischen Nachhaltigkeit und Wachstum liegen, sondern in der Herleitung einer Ökonomie, die ohne Wachstum eine hohe Lebensqualität ermöglicht.

Wirtschaft ohne Wachstum

Die VÖÖ widmet ihre Tagungsreihe „Perspektiven einer Wirtschaft ohne Wachstum“ jedes Jahr einem Baustein der Postwachstumsökonomie. Dabei wirft die Rolle des Geldes noch immer viele ungeklärte Fragen auf.

Warum lassen sich moderne, auf industrieller Spezialisierung basierende Ökonomien nicht ohne beständiges Wachstum des Bruttoinlandsproduktes stabilisieren? So unterschiedlich die hierzu vorliegenden wissenschaftlichen Beiträge sein mögen, in einem Punkt scheinen sie sich zu begegnen, nämlich in der Betonung, dass der Geldordnung dabei ein hoher Stellenwert zukommt.

Daher sind wir im Rahmen unserer Jahrestagung der Frage nachgegangen, wie das Finanzsystem mit einer Wirtschaft ohne Wachstum vereinbar gemacht werden kann.

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