Bericht der Sommerakademie 2015

Wie sehen die Alltagspraktiken einer Gesellschaft nach dem Wachstum aus? Wie sind ihre ökonomischen Institutionen konzipiert und ausgestaltet? Diese und andere Herausforderungen rund um das Thema Postwachstum sind in unserer Sommerakademie von einer Gruppe WissenschaftlerInnen und PraktikerInnen in der Akademie für Suffizienz ausführlich bearbeitet worden. Leitfrage für die gemeinsamen Tage vom 31. August bis zum 4. September war: Wie gelangt Postwachstum in die Mitte der Gesellschaft?


Niko Paech

Zum Auftakt des gemeinsamen Austauschs lud Niko Paech mit einem Vortrag zur Diskussion über Konsum, physikalische Grenzen und politische Gestaltung ein. Die folgenden Tage waren geprägt vom inhaltlichen Austausch in wechselnden Formaten. Präsentationen der TeilnehmerInnen und Inputs der drei ModeratorInnen wurden in Gruppen und im Plenum diskutiert und weiter gedacht. Eine Exkursion führte in Herausforderungen regionalen Landbaus ein und machte das Konzept der Solidarischen Landwirtschaft anschaulich. Der mittels Planspiel explizit an das Thema angebundene Beitrag der Teilnehmer zur Versorgung fand ebenfalls großen Anklang. Beim Holzhacken und beim Pflaumen sammeln entwickeln sich andere Gedanken, so das Feedback.


Solidarische Landwirtschaft

Neben den differenzierten Ergebnissen, die die Anwesenden für ihre wissenschaftliche oder praktische Arbeit nutzen, haben sich einige übergreifende Einsichten herausgebildet. Als fruchtbar erwiesen hat sich die transdisziplinäre Ausrichtung der Sommerakademie. Auch die Verbindung von Tun und analytischer Reflexion wurde als gewinnbringend bewertet. Die VÖÖ hat mit dem Sommerakademie-Konzept gute Voraussetzungen geschaffen, konkrete Fragen im Kontext der Grenzen materiellen Wachstums zu diskutieren und zu bearbeiten. Die Akademie für Suffizienz bietet einen sehr geeigneten Rahmen für die Realisierung. Wir sind bereits gespannt auf die nächste Runde in 2016!