Wie kaum eine Disziplin stehen die Wirtschaftswissenschaften in der Kritik. Lösungen für Klimawandel, Finanzkrisen und Strukturwandel, die in der realen Welt wirksam sind? Eine neue universitäre Lehre nach der Finanzkrise? Bislang weitgehend Fehlanzeige. Um dies zu ändern, trafen sich Ökonomen verschiedener Strömungen, Sozial- und Nachhaltigkeitswissenschaftler sowie Experten aus Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Politik am 6. November in Berlin zu einer Tagung.

Die rund 200 Teilnehmenden debattierten, wie die Wirtschaftswissenschaften deutlich stärker als bisher zu einem nachhaltigen Wandel der Gesellschaft beitragen können. Dabei ging es um Themen wie die Mobilitätswende, eine soziale und umweltgerechte Gestaltung der Digitalisierung oder alternative Modelle des Wirtschaftens wie die Gemeinwohlökonomie. Deutlich wurde, dass es eine große Vielfalt an theoretischen und methodischen Ansätzen in den verschiedenen Strömungen der Wirtschaftswissenschaften gibt und dass diese dazu beitragen können, sozial-ökologische Probleme besser zu verstehen und Lösungen zu entwickeln.

Organisiert wurde die Veranstaltung vom Institut für ökologische Wirtschaftsforschung, der Cusanus Hochschule, dem Netzwerk Plurale Ökonomik und dem Wuppertal Institut für Umwelt, Klima, Energie. Zusammen mit den acht weiteren Partnern verstehen wir uns als Bündnis, in dem eine transformative Forschung vorgedacht, praktiziert und in Empfehlungen und Modellprojekten angewandt wird. Die VÖÖ wird sich weiterhin in diesen Prozess einbringen. Neben unserem Engagement in der wissenschaftlichen Nachwuchsförderung durch Förderpreise, der Schaffung von Schnittstellen zur Praxis in Sommerakademien und Klausuren unterstützen wir öffentliche Diskurse und Fachworkshops und suchen im Austausch mit verschiedenen Akteuren Schritte in Richtung einer Transformation.

 

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