Die Wissenschaftliche Arbeitsgruppe nachhaltiges Geld hat sich zum Ziel gesetzt, zu untersuchen, ob die Konstruktion des Finanzsystems wirtschaftliches Wachstum mit antreibt und inwieweit die Geldarchitektur auf Wachstum angewiesen ist, um ihre eigene Stabilität nicht zu gefährden. Der Bericht „Wachstumszwänge in der Geldwirtschaft“ diente auch als Impuls bei unserer letztjährigen Jahrestagung zu „Geld und Wachstum“ und zeigt, dass simplifizierte Aussagen wie der unmittelbare Wachstumszwang aus der Existenz eines Zinses nicht haltbar sind. In diesem Bericht wird jedoch anhand einer Modellierung herausgearbeitet, unter welchen Umständen aus der Konstruktion des Geldes tatsächlich Wachstumszwänge entstehen.

Als alternative Finanzordnung befindet sich unter anderem 100%-Geld oder Vollgeld in der Diskussion. Am 5. Oktober 2013 organisiert die Arbeitsgruppe den Workshop „100%-Geld –Einhundert Prozent stabil?“ am Zentrum für Ökonomische und Soziologische Studien der Universität Hamburg, um sich mit den makroökonomischen Effekten dieser Konzepte und ihrer Auswirkungen auf die Stabilität und Nachhaltigkeit der Geld- und Finanzordnung auseinanderzusetzen. Als zu diskutierende Schlüsselelemente wurden der Reservegrad sowie Art, Umfang und Verwendung der Geldemission identifiziert. Die Arbeitsgruppe bittet interessierte WissenschaftlerInnen um Einreichung eines Abstracts bis zum 8. September 2013.

 

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